Liebeskummer in Hamburg

Dankeschön

„Und dann hast du mal eben so ein Buch geschrieben?“

„Mal eben so? Ich glaub‘, ich spinne! Das hat vier Jahre gedauert!“   Meine „Geschichte“ als Schriftstellerin begann mit einem Coaching-Wochenende in der Nähe von Lüneburg, wo ich mich der Frage stellte, warum ich mich zeitlich nicht mehr der Schreiberei widme, wenn sie mich doch so glücklich macht. Ich fand Antworten, schloss Verträge mit mir selbst und traf Vereinbarungen mit motivierenden Begleitern. Kurze Zeit später machte ich mich auf eine Schreibreise quer durch Deutschland und veröffentlichte meinen ersten Blog www.wunderbare-geschichte.de.

Ich begann ein Fernstudium im kreativen Schreiben: Zwei Jahre lang jeden Morgen vor der Arbeit 30 Minuten Handwerkszeug lernen. Nein, das machte nicht immer Spaß, vor allem dann nicht, wenn es kritisches Feedback zu entwickelten Romanfiguren seitens der Fachleute gab. Als die Idee für mein Erstlingswerk feststand, war mir klar: Ich brauchte Motivation von außen! Einen Motivator. Jemandem, dem ich jedes neue Kapitel schicken konnte und Feedback erhielt. Auf einer legendären Party lernte ich Jo kennen: „Du kannst mir deine Kapitel schicken!“

Es ging voran, wenn auch nicht so schnell, wie ich es gerne gehabt hätte. Jeden Tag schreiben, gelang nicht immer. Zum Glück näherten sich die Sommerferien: Vier Wochen Schreiburlaub. „Fährst du in den Ferien weg?“ Puh! Ich würde gerne wegfahren. Doch es meldete sich eine leise Vorahnung, dass mich die Ferne zu sehr von meinem Vorhaben ablenken würde. Zugleich fürchtete ich, dass mir zuhause die Decke auf den Kopf fallen würde. Gut, wenn man Berater an seiner Seite hat, die wissen, wie sie die eigenen Impulse aus einem heraus kitzeln! Nach einem knackigen „Entscheidungs-Coaching“ zogen mein Schreibprojekt und ich in einen Coworking Space ein. Und siehe da: Am Ende der Ferien war mein erster Roman fertig! Wow.

Und jetzt?

Jetzt musste ich einen Verlag finden. Das ginge am besten über Literaturagenten, sagte mir das Internet. Also gut, schnell ein schickes Exposé geschrieben, Adressen recherchiert und raus damit. Das erhoffte positive Feedback blieb aus. Verdammt. Sollte ich doch Verlage direkt ansprechen? Ich fragte eine Expertin. „Mach es im Selbstverlag!“ Ich habe mal Verlagskauffrau gelernt, aber Selfpublishing gab es damals noch nicht. „Das kann jeder!“

„Jeder??“

Eine Datei hochladen bestimmt, aber die rechtlichen Fragen, die Gestaltung als Taschenbuch und das ganze Marketingzeugs drum herum finde ich alles andere als easy. Frustrationstoleranztraining vom Feinsten. Da kamen neue Kreativprojekte wie der Liebeskummer-Blog zur Ablenkung wie gerufen! „Die letzten 20% eines Projektes erfordern 80% der Zeit.“ „Hätte ich das vorher gewusst…“

Bei den letzten 20% hatte ich tolle Unterstützer, die mich motiviert und mir weitergeholfen haben. Dafür möchte ich mich bedanken.

Ein großes Dankeschön an: meine Familie, Anja, Bennet, Florian, Frank, Hanna, Inga, Jan, Janina, Jessica, Jo, Julia, Karim, Lena, Marco, Ori, Ramona, Valentin, Verena, und alle, die meine erste Buchveröffentlichung ein Stück begleitet haben.