Liebeskummer in Hamburg
lissabon

Verlassen worden von heute auf morgen?

Traumprinzen getroffen und dann aus heiterem Himmel verlassen worden?

Verlassen zu werden, während man selbst gerade noch in der Verliebtheitsphase steckt, ist richtig mies. Wir kennen sie alle, die rosarote Brille und dieses zufriedenstellende Glück, jemanden an seiner Seite zu haben, bei dem man zuversichtlich ist, dass man eine rosige Zukunft vor sich hat.

Eine Freundin von mir hat es richtig gemein getroffen. Große Liebe „ertindert“, – warum auch nicht?! Mann Feuer und Flamme,- er stellt sie seinen Freunden vor, dem Patenkind, sie malen sich eine gemeinsame Zukunft aus und dann an einem vereisten Montagmorgen, 12 Stunden nach der letzten Liebesbekundung, eine MAIL AN DIE ARBEITSADRESSE:

BETREFF: RUTSCHPARTIE.

Sorry, ich kann das mit uns nicht mehr. Ich komme frisch aus einer Beziehung und muss mich doch erstmal um mich kümmern.

Tut mir Leid. Alles Gute für Dich. 

Ich bin mit Sicherheit keine Expertin im „Schlussmachen“, aber das eine EMAIL an die Arbeitsadresse irgendwie uncool ist, sollten selbst emotionale Eisbrocken während einer Schneekatastrophe erkennen. Ja, Verlassen werden, ist nie schön und viele Menschen wollen ihre Entscheidung ganz schnell kund tun, wenn sie einmal getroffen ist. Schließlich muss man auch mal an sich selbst denken. Einem selbst tut die Trennung doch auch weh. BULLSHIT. Minimaler Respekt wäre nett gewesen.

So, und da hängt man nun mit dem Scheiß. Was soll man jetzt tun?

Computer aus dem Fenster werfen, Heulkrampf kriegen, die Nummer gegen Kummer wählen? 

Pauschalantworten helfen da leider gar nicht. Der Eine schiebt erstmal alles beiseite und arbeitet weiter. Die Nächste geht zur Chefin und meldet sich krank. Der einzige Rat, den ich habe: Du kannst nichts richtig und nichts falsch machen. Du tust das, wonach dir ist und probierst aus, was funktioniert. Alles unter einem riesigen Deckmantel der Selbstfürsorge. Nicht jedem liegt es, sich der Trauer zu stellen, auch wenn es aus psychologischer Sicht, der „gesündeste Weg“ ist. Alles kommt zu seiner Zeit. Alles wird wieder gut und dann wieder scheiße. Ich habe mal gehört, so sei das Leben.

Fragen, die dir helfen, dem Gefühl der Ohnmacht zu trotzen oder anders gesagt „die Scheiße, in den Griff zu bekommen“:

  1. Wann hast du dich in einem Moment des Alleinseins richtig gut gefühlt? Wo warst du da? Was hast du gemacht? Welche Musik hast du gehört? Was hast du gesehen? Wie könntest du dieses Gefühl wiederherstellen?
  2. Welche Dinge möchtest du machen, bevor dein Leben vorbei ist? Was wolltest du immer schon mal ausprobieren? Möchtest du das alleine machen oder mit Gesellschaft? Wer könnte dich begleiten?
  3. Angenommen du hättest die coolste Oma der Welt… Was würde sie dir raten? Was würde sie für dich tun? Wie würde es dir dabei gehen? Wie kannst du diesem Gefühl durch Selbstfürsorge ein wenig näher kommen?

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