Liebeskummer in Hamburg

Was kann ich mir Gutes tun?

Wie könnt ihr herausfinden, was ihr am besten für euch tun könnt? Um für euch eine Antwort zu finden, habe ich einige Fragen zusammengestellt:

  • Wie ist es mir in der Vergangenheit gelungen, meine Trauer zu überwinden?
  • Was tut mir gut?
  • Wo und wie finden meine Freunde Trost?
  • Woran erfreue ich mich?
  • Was habe ich als Kind/ Jugendliche gern gemacht?
  • Welche Musik, Filme, Veranstaltungen, Sportarten bereiten mir Freude?
  • Was sind meine insgeheimen Wünsche, abgesehen von einer Liebesbeziehung, und wie kann ich sie mir erfüllen? Wenn ich wüsste, dass ich ein Leben lang Single bleibe, was würde ich dann tun?

Meine Empfehlung ist, dass ihr abschließend eine Liste, ein Mindmap oder eine Collage mit Sachen zusammenstellt, die euch trösten. Bewahrt diese an einem Ort auf, der leicht zugänglich ist (Kleiderschrankinnentür, Pinnwand, Nachttischschublade). Wenn uns Trauer überkommt, vergessen wir manchmal, dass wir nicht alleine sind und das Leben schöne Seiten hat. Gute Playlists können Wunder bewirken. Mit ein bisschen Trickserei, könnt ihr euch gut selbst steuern. Zum Abschuss einer Depriliste, ist ein Muntermacher nie verkehrt, finde ich.

Häufig führt uns der Weg der Trauer auch in neue Bereiche der Selbstverwirklichung. Wir haben Zeit, neue Dinge auszuprobieren, uns kreativ mit Freunden auszutauschen, alten Hobbies und Interessen zuzuwenden, Bucketlists zu schreiben oder uns gezielt mit der Frage auseinander zu setzen: Was will ich wirklich?

Psychologisch gesehen, können wir uns dieser Frage meist erst widmen, wenn die Säulen mit den Grundbedürfnissen unseres Lebens abgesichert sind. Für viele Menschen gehört Liebe dazu. Heißt das im Umkehrschluss, dass wir uns erst selbst verwirklichen können, wenn wir einen Partner gefunden haben?

Das wäre problematisch! Ehrlich gesagt, habe ich mich selbst relativ lang hinter dem Grundbedürfnis nach Liebe und Geborgenheit versteckt anstatt wertzuschätzen, wieviel Liebe es in meinem Leben bereits gibt, und das Plus an Zeit kreativ zu nutzen. Denn Zeit für Selbstverwirklichung und Co. haben wir definitiv mehr in den Singlephasen unsere Lebens.

Mein Tipp: Schaut, wie ihr eurer Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit auch anders abdecken könnt. Mag seltsam klingen, bereichert jedoch ungemein und soll keinesfalls bedeuten, dass ihr euch von der Sehnsucht nach romantischer Liebe, Zweisamkeit und Familie verabschieden müsst. Liebe kann in so viel mehr Beziehungen stecken: Die Liebe zur Familie, zu Freunden, Tieren, Essen, Musik, Kunst, dem Beruf, Geschichten, kleinen Details und ganz wichtig: IN EUCH SELBST. Fangt am besten gleich damit an:

Seid einfach mal so gut zu euch selbst, wie ihr es zu der Liebe eures Lebens wärt!

Ihr habt weitere Ideen, die ich mit aufnehmen soll? Dann schreibt mir gerne eine Mail!

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